Fettleibigkeit (medizinisch Adipositas) ist in Deutschland ein bedeutendes gesundheitliches Thema mit stark steigender Relevanz. Sie wirkt sich auf Lebensqualität, Erkrankungsrisiken und das Gesundheitssystem aus. Im Folgenden bekommst du einen klaren Überblick über aktuelle statistische Daten und Trends.
Was bedeutet „Fettleibigkeit“?
Fettleibigkeit wird meist über den Body-Mass-Index (BMI) definiert:
- BMI ≥ 30 gilt als adipös bzw. fettleibig.
- BMI 25–29,9 wird als Übergewicht bezeichnet.
Diese Klassifikation dient als Standard in Statistiken, obwohl der BMI nicht alle Aspekte der Körperzusammensetzung berücksichtigt.
Wie verbreitet ist Fettleibigkeit in Deutschland?
Erwachsene Bevölkerung
Etwa 19 % aller Erwachsenen in Deutschland gelten als adipös (BMI ≥ 30).
Das zeigt die neueste Auswertung des Robert Koch-Instituts (GEDA 2019/2020).
Übergewicht insgesamt (BMI ≥ 25) betrifft rund 53,5 % der Erwachsenen.
Das heißt: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist übergewichtig oder adipös.
Männer sind häufiger betroffen:
- 60,5 % der Männer sind übergewichtig (inkl. Adipositas)
- 46,6 % der Frauen betroffen
Die Adipositasrate selbst unterscheidet sich zwischen den Geschlechtern nicht stark.
Alterstrends – wer ist besonders betroffen?
Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit von Übergewicht und Fettleibigkeit deutlich. Jüngere Erwachsene (18–29 Jahre) sind deutlich seltener betroffen als Personen in mittleren Altersgruppen (z. B. 45–64 Jahre).
Entwicklung über die Jahre
Langfristige Daten zeigen:
- Der Anteil der Erwachsenen mit Adipositas hat über die Jahre zugenommen.
- Bereits in den 2010er Jahren lagen Adipositaszahlen bei rund 18 % oder mehr, heute etwa bei 19 %.
Auch für Übergewicht insgesamt bleibt der Wert der letzten Jahre hoch – über 50 % der Erwachsenen.
Einfluss sozioökonomischer Faktoren
Fettleibigkeit tritt häufiger bei Personen mit niedrigem Bildungsstand oder geringeren Einkommen auf als in höher sozial positionierten Gruppen. Dies deutet auf komplexe Lebensstil- und Umweltfaktoren hin.
Kinder und Jugendliche
Auch bei jungen Menschen sind hohe Werte sichtbar:
Laut internationalen Berichten ist etwa 1 von 4 Kindern und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig, und ein signifikanter Teil gilt als adipös. Dies unterstreicht den Trend hin zu frühzeitigem Übergewicht.
Warum sind diese Zahlen relevant?
Adipositas ist ein gesundheitliches Risikoproblem, denn starkes Übergewicht steht in Zusammenhang mit:
- Typ-2-Diabetes
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Gelenkproblemen
- Bestimmten Krebsarten
- Geringerer Lebensqualität
Zudem wirkt sich Übergewicht auch wirtschaftlich aus, etwa durch höhere Gesundheitskosten und Produktivitätsverluste.
Fazit – So ist die Lage in Deutschland
- Übergewicht betrifft mehr als die Hälfte der Erwachsenen.
- Etwa 19 % gelten als adipös (fettleibig).
- Männer sind häufiger übergewichtig als Frauen.
- Mit höherem Alter und niedrigerem Bildungsstand steigt das Risiko.
- Auch bei Kindern ist Übergewicht ein wachsendes Thema.
Das zeigt: Fettleibigkeit ist in Deutschland ein weit verbreitetes und gesellschaftlich relevantes Gesundheitsproblem, das sowohl Prävention als auch politische und strukturelle Maßnahmen erfordert.
Wenn du willst, kann ich dir auch Ursachen und Präventionsstrategien zu Fettleibigkeit in Deutschland erklären!